Tesla Cybertruck UP Invincible: Stahlrüstung fürs Gelände
Mehr Stahl, mehr Licht und mehr Stauraum: Unplugged Performance macht aus dem Tesla Cybertruck einen auffälligen Expeditions-Pickup. Das Einzelstück „UP Invincible“ kombiniert massive Stoßfänger, Rockslider, Dachträger, MOLLE-Flächen und ein überarbeitetes Fahrwerk mit einer sandfarbenen Schutzfolie. Unbesiegbar ist der Elektro-Truck damit natürlich nicht – aber wesentlich besser gegen den harten Geländeeinsatz gerüstet.
Cyberbeast als Basis für den Expeditions-Umbau
Der kalifornische Tesla-Spezialist Unplugged Performance hat das gezeigte Fahrzeug auf Basis eines Cybertruck Cyberbeast aufgebaut. Hinter dem Namen „UP Invincible“ steckt kein einzelnes Sondermodell von Tesla, sondern ein Baukastensystem des Tuners. Die Komponenten lassen sich je nach Einsatzzweck kombinieren; das Fotofahrzeug bündelt mehrere Pakete und zusätzliche Einzelteile.

Die offizielle Cybertruck-Übersicht von Unplugged Performance nennt unter anderem verstärkte Stahlstoßfänger, Unterbodenschutz, geschmiedete beadlock-fähige Räder, MOLLE-Träger, 48-Volt-Lichtleisten und angehobene Fahrwerkslösungen. Der Anbieter weist die Teile für Foundation Series, AWD und Cyberbeast aus. Das konkrete Showfahrzeug geht allerdings deutlich über ein einfaches Räder-und-Folie-Paket hinaus.
Stahl statt Kunststoff an den gefährdeten Stellen
Vorne ersetzt ein schwerer Stahlstoßfänger das serienmäßige Kunststoffteil. Darauf sitzt ein Bullbar mit integrierter 32-Zoll-LED-Leiste, ergänzt um zwei kleinere Flutlichtmodule. Am Heck soll ein ebenfalls am Chassis befestigter Stahlstoßfänger nicht nur Schläge abfangen, sondern mit seitlichen Trittflächen, Bergepunkten und Hi-Lift-Aufnahmen auch praktischer sein.

CarBuzz schreibt dem neuen Heckteil einen um 2,7 Grad verbesserten Abfahrwinkel gegenüber der von Tesla genannten Serienangabe von 28 Grad zu. Damit läge der Wert rechnerisch bei rund 30,7 Grad. Diese Angabe stammt aus der Präsentation des Umbaus; ein unabhängiger Geländetest oder eine vollständige Vermessung des fertigen Fahrzeugs liegt nicht vor.
Stählerne Rockslider schützen Schweller und Batteriegehäuse und dienen zugleich als Trittstufen. Für die verbreiterte Rad-Reifen-Kombination montiert der Tuner Karbon-Kotflügelaufsätze, die laut CarBuzz rund 2,3 Zoll – knapp 5,9 Zentimeter – weiter ausstellen. Geschmiedete, beadlock-fähige Räder und grobe Reifen ersetzen die serienmäßige Kombination.
Lichtanlage auf vier Ebenen
Zur vielleicht auffälligsten Ausstattung gehört die Beleuchtung. Auf dem Bullbar sitzt eine 32-Zoll-Leiste, in der mit Kevlar verstärkten Karbonhaube eine gebogene 50-Zoll-Lichtleiste. Dazu kommen die tiefer montierten Flutlichtmodule und eine zweireihige Leiste am Dachträger. Unplugged Performance nutzt dabei die 48-Volt-Architektur des Cybertruck.
Solche Lichtmengen sind bei Nacht abseits befestigter Straßen hilfreich, im öffentlichen Straßenverkehr aber nicht automatisch zulässig. Für Österreich wären Eintragung, Schaltung, Abdeckung und E-Prüfzeichen jedes einzelnen Bauteils zu klären.
MOLLE-Stauraum und robuste Oberflächen
Die seitlichen Segelflächen der Ladefläche tragen modulare MOLLE-Platten. Daran lassen sich beispielsweise Bergeboards, Schaufel, Wasserbehälter oder Taschen befestigen. Optional ist außerdem ein ausschwenkbarer Reserveradträger vorgesehen. Der schwere Dachträger schafft weitere Befestigungspunkte, erhöht aber gemeinsam mit Stoßfängern, Beleuchtung und Ausrüstung das Fahrzeuggewicht.

Die sandfarbene Oberfläche ist keine Lackierung, sondern eine selbstheilende thermoplastische Folie. In der Ladefläche kommt zusätzlich eine strukturierte, stoßfeste Beschichtung zum Einsatz. Das passt zum Einsatzzweck: Edelstahlkarosserie hin oder her, Kratzer, Steinschlag und scheuernde Ladung bleiben auch beim Cybertruck ein Thema.
Fahrwerk und Bremsen für das Mehrgewicht
Der Umbau erhält UP-Cybrshocks, einen einstellbaren hinteren Stabilisator und stärkere Bremsbeläge. Der Stabilisator lässt sich laut Hersteller in drei Stufen abstimmen – weicher für mehr Beweglichkeit auf unebenem Untergrund, mittig für gemischten Einsatz und straffer für hohe Beladung oder schnellere Straßenfahrt. Die Bremsbeläge sind für Straße und Offroad ausgelegt und sollen bei wiederholten Bremsungen temperaturstabiler bleiben.
Wie sich der komplette Aufbau auf Achslasten, Nutzlast, Verbrauch und Reichweite auswirkt, nennt der Anbieter für dieses Einzelstück nicht. Genau diese Werte wären für einen echten Expeditions-Pickup entscheidend. Große Reifen, zusätzliche Aerodynamik-Anbauten und viel Stahl können die Reichweite spürbar drücken; außerhalb dichter Ladeinfrastruktur muss die Routenplanung deshalb konservativ ausfallen.
Mehr als 21.000 Dollar – noch ohne den ganzen Umbau
Das offizielle Expedition Package kostet aktuell 20.605 US-Dollar. Enthalten sind unter anderem Front- und Heckstoßfänger, Bullbar, Rockslider, MOLLE-Flächen, Karbonhaube samt 50-Zoll-Lichtleiste und Dachträger. Das ergänzende Pursuit Package mit einstellbarem hinterem Stabilisator und Bremsbelägen kostet 1.125 Dollar.
Zusammen ergeben diese beiden Pakete 21.730 Dollar. Räder, Reifen, Kotflügelverbreiterungen, Fahrwerkskomponenten, Folierung, Montage und weitere Extras können den Endpreis des gezeigten Fahrzeugs deutlich erhöhen. Dazu kommt der Cybertruck selbst. Für Europa bleibt der Aufbau zudem ein Einzelimport- und Zulassungsthema.
Konsequenter Showtruck mit offenen Praxisfragen
UP Invincible ist mehr als ein optischer Endzeit-Gag: Chassisfeste Schutzteile, Bergepunkte, Rockslider und zugänglicher Stauraum sind im Gelände sinnvoll. Gleichzeitig bleiben die entscheidenden Expeditionsfragen unbeantwortet – tatsächliches Gewicht, Reichweite mit Beladung, Ersatzteilversorgung und Verhalten auf langen Wellblechpisten.
Als Demonstrator zeigt der Cybertruck trotzdem, wie weit sich Teslas kantiger Pickup in Richtung Overlander schieben lässt. Ob daraus ein wirklich fernreisetaugliches Fahrzeug wird, entscheidet nicht die Zahl der Lichtleisten, sondern ein unabhängiger Härtetest weit weg von Steckdose und Werkstatt.
Tesla Cybertruck UP Invincible: offizielle Bildergalerie
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- Sandfarbener Tesla Cybertruck UP Invincible mit Offroad-Rädern Dachträger und Stahlstoßfängern. Bild: Unplugged Performance
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- Front des Tesla Cybertruck UP Invincible mit Stahlstoßfänger Bullbar und Zusatzscheinwerfern. Bild: Unplugged Performance
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- Karbonhaube und Frontstoßfänger des Tesla Cybertruck UP Invincible von oben. Bild: Unplugged Performance
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- Geschmiedetes schwarzes Offroad-Rad mit grobem Reifen am Tesla Cybertruck UP Invincible. Bild: Unplugged Performance
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- Linke Ecke des Stahl-Heckstoßfängers mit Trittstufe und Bergepunkt am Tesla Cybertruck. Bild: Unplugged Performance
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- Seitliche Ansicht des Stahl-Heckstoßfängers und Dachträgers am Tesla Cybertruck UP Invincible. Bild: Unplugged Performance
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- MOLLE-Träger und Stahlstoßfänger an der Ladefläche des Tesla Cybertruck UP Invincible. Bild: Unplugged Performance
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- Nahaufnahme einer MOLLE-Fläche und des Heckstoßfängers am Tesla Cybertruck UP Invincible. Bild: Unplugged Performance
Quellen: CarBuzz – Unplugged Performance Built An ‚Invincible‘ Off-Road Cybertruck, Unplugged Performance – offizielle Cybertruck-Programmübersicht, offizielle Produktseite des Expedition Package und offizielle Produktseite des Pursuit Package

