Dodge Durango Smokescreen: 475-hp-Allrad-SUV im Pixel-Look

Dodge Durango R/T 392 Smokescreen Concept in Weiß und Cryo Blue

Dodge dreht beim Durango die Farbregler bis zum Anschlag: Das R/T 392 Smokescreen Concept kombiniert einen 475-hp-HEMI, serienmäßigen Allrad und eine Pixelgrafik in Weiß und Cryo Blue. Dazu kommen neue Serienoptionen und ein angekündigtes Color-Jailbreak-Programm. Aber nicht alles, was bei Roadkill Nights gezeigt wurde, ist bereits für die Produktion bestätigt.

Dodge Durango R/T 392 Smokescreen Concept in Weiß und Cryo Blue
Pixel statt klassischer Rallyestreifen: Das Durango R/T 392 Smokescreen Concept ist vorerst ein Einzelstück zur Publikumsbefragung. Bild: Dodge/Stellantis

Ein Allrad-SUV im digitalen Tarnanzug

Roadkill Nights in Pontiac, Michigan, ist normalerweise die Bühne für Burnouts, Drag Racing und sehr viel amerikanisches Muscle-Car-Theater. 2026 nutzte Dodge die Veranstaltung auch als rollendes Designstudio. Im Mittelpunkt stand ein dreireihiger SUV: das Dodge Durango R/T 392 Smokescreen Concept.

Die Grundfarbe heißt Smokescreen. An der Front beginnt eine flächige Cryo-Blue-Lackierung, die sich über Motorhaube, Kotflügel und Türen in immer kleinere Pixel auflöst. Zwischen den blauen Rechtecken versteckt sich eine stilisierte 392-Grafik. Auf Dach und Haube entwickelt sich das Muster zu einer eigenwilligen Interpretation klassischer Dodge-Doppelstreifen.

Das wirkt je nach Blickwinkel wie digitales Camouflage, ein aufbrechendes Rennstreifen-Design oder die Lackierung eines futuristischen Einsatzfahrzeugs. Unauffällig ist jedenfalls anders.

475 hp, 6,4 Liter und serienmäßiger Allrad

Unter der auffälligen Hülle steckt bekannte R/T-392-Technik. Der frei saugende 6,4-Liter-HEMI-V8 leistet laut Dodge 475 hp, rund 482 PS, und 470 lb-ft beziehungsweise etwa 637 Nm. Der Allradantrieb gehört serienmäßig dazu.

Dodge nennt 4,4 Sekunden von null auf 60 mph, also 96,6 km/h, sowie eine NHRA-zertifizierte Viertelmeile in 12,9 Sekunden. Für einen großen SUV mit drei Sitzreihen sind das nach wie vor ernsthafte Muscle-Car-Werte. Technische Leistungssteigerungen wurden für das Konzept allerdings nicht angekündigt – der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Optik und Individualisierung.

Cryo-Blue-Felgen und Petrol-Blue-Leder

Zum Farbkonzept gehören geschmiedete 20-mal-10-Zoll-Y-Speichenräder in Cryo Blue. Kleine bernsteinfarbene Akzente greifen die amberfarbenen Tagfahrleuchten auf. Dazu kommen Smokescreen-Bremssättel mit blauen SRT-Schriftzügen, blaue Spiegelkappen und dunkle Endrohre.

Auch innen bleibt Dodge konsequent: Die Performance-Sitze tragen Petrol-Blue-Laguna-Leder mit doppelten silbernen Nähten. Lenkrad und Instrumententafel sind mit Velours beziehungsweise Suede bezogen, Carbon-Applikationen setzen den sportlichen Schlusspunkt.

Petrolblaue Ledersitze im Dodge Durango Smokescreen Concept
Petrol Blue Laguna Leder, silberne Nähte, Suede und Carbon prägen den Innenraum. Bild: Dodge/Stellantis

Smokescreen bleibt vorerst ein Konzept

Der Name „Concept“ ist hier wichtig. Dodge zeigte das Fahrzeug am 8. August bei Roadkill Nights, um Rückmeldungen von Fans zu sammeln. Eine Serienfertigung der Pixelgrafik oder des kompletten Smokescreen-Pakets ist bislang nicht bestätigt.

Damit unterscheidet sich der Show-SUV von mehreren anderen Neuheiten der Veranstaltung. Die neuen Tinted Dual Stripes sollen tatsächlich als werkseitig montierte Option für Durango und Charger kommen. Ihre transparente Tönung lässt die Wagenfarbe durchscheinen und erzeugt je nach Grundlack einen anderen Ton-in-Ton-Effekt.

Dodge Charger und Dodge Durango mit getönten Doppelstreifen
Die getönten Doppelstreifen sind im Gegensatz zum Smokescreen-Komplettpaket bereits als kommende Werksoption angekündigt. Bild: Dodge/Stellantis

Redeye und Brass Monkey für den Durango

Ebenfalls real ist die neue Außenfarbe Redeye für den 2027 Dodge Durango. Sie ergänzt B5 Blue, Destroyer Grey, Green Machine, Night Moves, Pitch Black, Red Oxide und White Knuckle und kann laut Hersteller bereits bestellt werden.

Ein ausgestellter Durango GT HEMI Tow ’n Go kombiniert Redeye mit den Tinted Dual Stripes und dem neuen Brass Monkey Package. Letzteres bringt 20-mal-10-Zoll-Schmiederäder in dunklem Bronze sowie schwarze Kotflügelembleme mit messingfarbenen Akzenten. Gerade auf einem AWD-SUV wirkt diese Kombination deutlich stimmiger als beliebiger Chromschmuck.

Color Jailbreak: Sonderfarben für mehr Kunden

Die zweite große Ankündigung heißt Color Jailbreak. Dodge will ein ab Werk bestellbares Sonderfarbenprogramm einem breiteren Kundenkreis zugänglich machen. Bisher waren besonders freie Kombinationen vor allem Halo-Modellen wie Challenger SRT Demon 170 und Durango SRT Hellcat Jailbreak vorbehalten.

Als Appetithappen standen ein 710-hp-Durango SRT Hellcat Jailbreak in Toxic Orange und ein Charger Scat Pack in Cha Ching Green in Pontiac. Dodge verspricht eine Preisgestaltung, die eher auf die breite Fangemeinde als auf wenige Sammler zielt. Konkrete Preise, der endgültige Farbkatalog und der Bestellstart sollen aber erst später bekannt gegeben werden.

Dodge Durango SRT Hellcat Jailbreak in Toxic Orange
Toxic Orange demonstriert, was mit dem geplanten Color-Jailbreak-Programm möglich werden könnte. Bild: Dodge/Stellantis

Fazit: mehr als nur eine neue Lackfarbe

Das Smokescreen Concept zeigt, wie gut ein bewusst grafisches Design zum kantigen Durango passt. Der 392-HEMI und Allrad machen den großen Dreireiher gleichzeitig zu einem echten Performance-SUV – nicht bloß zu einer folierten Messedekoration.

Ob die Pixeloptik in Serie geht, entscheiden Marktreaktion und Dodge. Sicherer sind Tinted Dual Stripes, Redeye und das Brass Monkey Package. Beim Color Jailbreak bleibt noch abzuwarten, wie frei Kunden tatsächlich wählen dürfen und was der Spaß kostet. Die Richtung ist aber erfreulich: mehr Farbe, mehr Individualität und weniger graue SUV-Eintönigkeit.

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Quellen

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