Defender Dakar: 635-PS-V8 für die Straße

Defender Dakar in Dakar Sand mit türkisfarbenem Dach in Front-Dreiviertelansicht vor Dünen

Der Defender Dakar bringt die Technik des Dakar-Siegers D7X-R in eine straßenzugelassene Kleinserie: 4,4-Liter-Biturbo-V8 mit 635 PS und 750 Nm, 35-Zoll-All-Terrain-Reifen sowie ein Fahrwerk mit Bilstein-Dämpfern. Bestellungen sollen Anfang 2027 starten.

Defender Dakar in Dakar Sand mit türkisfarbenem Dach in Front-Dreiviertelansicht vor Dünen
Das Design-Preview-Modell zeigt den Defender Dakar in Dakar Sand mit Dach in Yanbu Turquoise. Bild: JLR / Defender

Keine Dakar-Replika für die Garage, sondern ein straßenzugelassener Ableger

Defender hat den Dakar nicht einfach mit Aufklebern versehen. Die Marke beschreibt ihn als straßenzugelassene Weiterentwicklung des D7X-R, der bei der Rallye Dakar 2026 in der Stock-Klasse gewann. Noch handelt es sich beim in Kalifornien gezeigten Fahrzeug ausdrücklich um ein Design-Preview-Modell; die endgültigen technischen Daten will Defender erst rund um die Dakar 2027 veröffentlichen.

Die Basis ist der Defender OCTA, doch laut Hersteller bleiben die D7x-Karosseriearchitektur, Getriebe und Antriebsstrang des Wettbewerbsfahrzeugs erhalten. Dazu kommen eine breitere Spur, mehr Bodenfreiheit und eine auf Rallye-Raid abgestimmte Fahrwerksauslegung. Wie nahe der Serien-Dakar dem gezeigten Auto tatsächlich kommt, wird man erst bei der finalen Präsentation beurteilen können.

4,4-Liter-Biturbo-V8 mit 635 PS

Beim Motor nennt Defender bereits klare Zahlen: Der 4,4-Liter-Biturbo-V8 soll 635 PS und 750 Nm liefern. Das sind 626 hp und 553 lb-ft nach den nordamerikanischen Angaben. Gegenüber dem regulierten Rallyeauto darf der Straßen-Dakar sein volles Potenzial nutzen; außerdem kündigt die Marke eine leistungsfähigere Kühlung an.

Fahrleistungen, Verbrauch, Emissionen und ein europäischer WLTP-Wert fehlen noch. Auch zum Preis, zur Stückzahl und zur österreichischen Homologation gibt es derzeit keine Aussage. Der Defender Dakar bleibt damit vorerst ein exklusiv angekündigtes V8-4×4, nicht ein bereits konfigurierbares Serienmodell.

Defender Dakar in Dakar Sand mit türkisfarbenem Dach von hinten vor einer Berglandschaft
Breite Radhäuser, grobstollige Reifen und die geänderte Heckpartie unterstreichen den Rallye-Raid-Anspruch. Bild: JLR / Defender

35 Zoll, Bilstein und ein Modus für Sprünge

Die Ansage fürs Gelände ist deutlich konkreter: 35-Zoll-Advanced-All-Terrain-Reifen sitzen auf geschmiedeten 20-Zoll-Rädern. Verbaut werden Schraubenfedern und Bilstein Advanced Dampers, die sich im Motorsport bewährt haben sollen. Ergänzend nennt Defender die neuen Fahrprogramme Dunes und Gravel.

Der aus dem Rennauto übernommene Flight Mode soll bei Sprüngen und sehr wechselndem Untergrund für kontrolliertere Landungen sorgen. Hinzu kommen ein verstärkter Metall-Unterfahrschutz vorn und zusätzlicher Schutz am Unterboden. Das sind die Zutaten, die den Dakar klar vom ohnehin sehr leistungsorientierten OCTA absetzen sollen.

Feste Dachhaut und Interieur mit Rallye-Anleihen

Optisch bleibt der Defender kantig, wird aber deutlich wehrhafter: Dach-Zusatzleuchten, festes Metalldach, erhöhte Carbon-Lufteinlässe, Carbon-Motorhaube, verbreiterte Radhäuser mit sichtbaren Nieten, Schmutzfänger und eine Abdeckung an der Heckklappe gehören zum angekündigten Paket. Neben Dakar Sand mit Yanbu-Turquoise-Dach sind Narvik Black und Alaska White vorgesehen; für die beiden letztgenannten Lackierungen soll eine matte Schutzfolie optional sein.

Nahaufnahme des linken Hecks eines Defender Dakar mit rotem Rücklicht und Dakar-Emblem
Das Dakar-Emblem sitzt an der Heckklappe; die Heckansicht zeigt auch die markanten verbreiterten Radhäuser. Bild: JLR / Defender

Innen ist ein 2+2-Sitzkonzept geplant. Die vorderen Rennsitze sind speziell für dieses Modell entwickelt, Vierpunktgurte sollen auf Wunsch erhältlich sein. Hinter den Sitzen ist Stauraum für Helme vorgesehen; im Laderaum will Defender Ersatzrad und Kompressor auf einer eigenen Halterung unterbringen. Praktisch und sehr speziell – genau passend zu einem Auto, das seine Glaubwürdigkeit nicht mit einer Wüstenfolie erschummeln will.

Reservierung ab Anfang 2027

Interessenten können sich laut Defender bereits vormerken lassen, reservierbar soll das Modell ab Anfang 2027 sein. Die letzten Details folgen zur Rallye Dakar 2027 in Saudi-Arabien. Bis dahin gilt: Der Defender Dakar ist keine Hommage an einen Rennwagen, sondern soll dessen Hardware in einer limitierten Straßenversion weitertragen. Für echte Offroad- und Rallye-Fans ist das eine der spannendsten V8-Ankündigungen der nächsten Saison.

Defender Dakar: vollständige offizielle Bildergalerie

Quellen: Autoblog – Defender Dakar Revealed as the Hardcore Factory Defender V8 You’ll Actually Be Able to Buy, Land Rover Media Newsroom – Defender Dakar: A Road-Legal Evolution of the Dakar Rally Winner und JLR Media Centre – User Licence für die offiziellen Pressebilder.

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