Jeep Wrangler Laredo 2027: Cowboy trifft Offroad
Ein Wrangler mit Cowboyhut, Lasso und richtig ernst gemeinter Geländetechnik: Jeep holt für das Modelljahr 2027 den Namen Laredo zurück. Die neue Sonderausstattung kombiniert den robusten Unterbau des Wrangler Willys mit 35-Zoll-Reifen, Höherlegung und auffälligen Details im Stil des amerikanischen Südwestens.
Bild: Stellantis
Vom Easter-Jeep-Safari-Konzept zur Serie
Der Wrangler Laredo wurde zunächst als Konzeptfahrzeug bei der Easter Jeep Safari gezeigt. Die Reaktionen dürften eindeutig genug gewesen sein: Laut Jeep bleibt das Serienmodell erstaunlich nahe an der Studie. Es ist die neunte Neuheit der „Twelve 4 Twelve“-Reihe, mit der die Marke im Lauf eines Jahres zwölf besondere Wrangler-Varianten präsentiert.
Der Name selbst ist kein Marketing-Einfall der Neuzeit. Laredo tauchte Anfang der 1980er-Jahre in der späten CJ-Ära auf und wurde nach dem Wechsel vom CJ zum Wrangler weitergeführt. Damals stand die Bezeichnung für mehr Ausstattung und Komfort, ohne den Allrad-Charakter aufzugeben. Genau diese Mischung soll nun wieder funktionieren.
Die fünf Bilder der ursprünglichen Jeep-Studie zeigen, wo die Idee ihren Anfang nahm. Das Concept Car trat in Moab noch deutlich wilder auf – unter anderem mit offenem Verdeck, auffälligen Textilbezügen und einer wesentlich extremeren Rad-Reifen-Kombination. Das Serienmodell übernimmt die Farbwelt und viele Grafiken, wurde für den Alltag aber sichtbar entschärft.
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35-Zöller und Höherlegung sind serienmäßig
Unter den Western-Grafiken steckt kein reines Show-Paket. Grundlage ist der Wrangler Willys, beim Laredo gehört das Xtreme-35-Paket serienmäßig dazu. Es umfasst 35 Zoll große BFGoodrich-KO2-Reifen, beadlock-fähige Felgen in Bronze und eine Höherlegung um einen Zoll, also rund 2,5 Zentimeter. Damit bekommt der Laredo mehr Bodenfreiheit und einen deutlich besseren Böschungswinkel als ein Wrangler auf gewöhnlicher Straßenbereifung.
Bronzefarbene Abschlepphaken, passende Akzente an den Jeep- und Trail-Rated-Emblemen sowie das vollwertige Reserverad am Heck unterstreichen den Offroad-Anspruch. Eine Anhängevorrichtung ist optional; Jeep nennt dafür eine maximale Anhängelast von 3.500 lb, umgerechnet knapp 1.590 Kilogramm.
Zum Motor macht die offizielle Ankündigung keine eigene Angabe. Car and Driver nennt für das US-Modell den 3,6-Liter-Pentastar-V6 mit 285 hp, das entspricht rund 289 PS. Solange Jeep die vollständigen technischen Daten und den Konfigurator nicht veröffentlicht hat, sollte diese Angabe aber mit entsprechendem Vorbehalt betrachtet werden.
Gobi, Bronze und ein beiges Stoffverdeck
Optisch greift Jeep tief in die Western-Kiste, ohne den Wrangler zur rollenden Karikatur zu machen. Der Kühlergrill trägt den warmen Farbton Gobi, auf Motorhaube und Flanken sitzen neu interpretierte Laredo-Grafiken. Am Heck findet sich sogar ein „4WD“-Schriftzug in Lasso-Optik. Besonders gut passt dazu das wieder angebotene beige Stoffverdeck.
Alternativ gibt es für beide Karosserievarianten ein schwarzes Hardtop. Beim Viertürer kann außerdem das elektrisch öffnende Sky-One-Touch-Dach bestellt werden. Die Neuauflage kommt sowohl als kompakter Zweitürer als auch als familientauglicher Viertürer – erfreulich, denn gerade der kurze Wrangler wirkt mit den großen Reifen und den klassischen Farben besonders stimmig.
Cowboyhut im Innenraum
Innen dominieren Bison Brown und schwarze Kontrastflächen. Die beheizbaren und elektrisch verstellbaren Vordersitze sind mit Nappaleder bezogen, dazu kommen Ziernähte in Mayan Gold. Armaturenbrett-Einfassung, Haltegriff, Türarmlehnen und Mittelkonsole setzen sich in Global Black davon ab.
Den spielerischen Teil übernehmen kleine Cowboyhut-Symbole an der Klimabedienung. Eine Plakette an der Hecktür zeigt die Koordinaten und den Stadtplan von Laredo in Texas; ein eigenes Emblem auf der Mittelkonsole stellt ebenfalls den Bezug zum Namensgeber her. Das ist ungewöhnlich, aber immerhin konsequenter umgesetzt als ein Sondermodell, das nur aus zwei Aufklebern besteht.
Aufpreis statt eigener Grundpreis
In den USA sollen die Bestellungen noch im Juli 2026 starten. Jeep beziffert den Aufpreis mit 1.995 US-Dollar gegenüber einem Wrangler Willys, der bereits mit dem Xtreme-35-Paket ausgestattet ist. Einen endgültigen Grundpreis nennt der Hersteller in der Presseaussendung nicht. Car and Driver rechnet mit einem Einstiegspreis von ungefähr 48.000 Dollar.
Ob der Wrangler Laredo offiziell nach Europa kommt, ist derzeit offen. Für heimische Wrangler-Fans bleibt damit vorerst nur der Blick über den Atlantik. Schade wäre es schon: Die Kombination aus kurzer Karosserie, groben 35-Zöllern, echtem Allrad-Unterbau und den erdigen Farben trifft den Charakter des Wrangler wesentlich besser als so manches reine Lifestyle-Sondermodell.
Jeep Wrangler Laredo 2027: vollständige Bildergalerie
- Jeep Wrangler Laredo 2027 mit Xtreme-35-Paket. Bild: Stellantis
- Zweitüriger Jeep Wrangler Laredo vor einer Felsformation. Bild: Stellantis
- Jeep Wrangler Laredo Zweitürer auf einem Wüsten-Trail. Bild: Stellantis
- Cowboyhut-Symbol an den Bedienelementen des Jeep Wrangler Laredo. Bild: Stellantis
- Plakette mit Stadtplan und Koordinaten von Laredo, Texas. Bild: Stellantis
- Jeep Wrangler Laredo Concept bei der Easter Jeep Safari. Bild: Stellantis
- Jeep Wrangler Laredo Concept in der Heckansicht. Bild: Stellantis
- Jeep Wrangler Laredo Concept auf einem sandigen Trail. Bild: Stellantis
- Jeep Wrangler Laredo Concept aus der Vogelperspektive. Bild: Stellantis
- Cockpit des Jeep Wrangler Laredo Concept. Bild: Stellantis
Quellen: Car and Driver – Jeep Wrangler Laredo und offizielle Jeep-Presseinformation via PR Newswire und Stellantis-Pressegalerie zum Laredo Concept
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